Der schwarze Block tanzt

nolikesambaWe don’t like Samba. Ein Dokumentarfilm über die sozialen Revolten in Brasilien

Die Wolken ziehen im Zeitraffereffekt über die farbblasse Aussicht der Guanabara-Bucht. Die Jesusstatue des Corcovado ragt über die Köpfe der Menschenmasse. Wir sind in Rio de Janeiro.

von Marie Hoffmann

In Kreuzberg arbeitet das Filmkollektiv cis berlin aktuell an der Fertigstellung des Dokumentarfilms „We don’t like Samba“. Eine dokumentarische Zusammenschau der Proteste des letzten Jahres und ein Blick hinter die Kulissen. Prekariat, Korruption, schlechte öffentliche Infrastrukturen, Polizei- und Militärgewalt. Menschen erzählen, wie sich ihre Lebensumstände verändert haben seit Brasilien die Fußballweltmeisterschaft und die Olympischen Spiele ausrichten darf. Eine Frau zeigt, wie ganze Straßenzüge der Favela weichen sollen. Ein Mann, mitten im Gefecht, spricht von der Legitimität und der Schönheit der Massenproteste.

In dem Film geht es um „furía“, Zorn. Es ist nicht nur der Zorn, den die Brasilianer gegenüber der Ungerechtigkeit empfinden, es ist der Wunsch gemeinsam ein besseres Leben führen zu dürfen. Ob sie Einwohner, Müllmänner, Angehörige der Black-Bloc-Bewegung oder Professoren sind, alle berichten über den Ärger und die Gewalt, der sie im Alltag ausgesetzt sind. Der Song von Filastine „Colony Collapse“ lässt unsere Seele singen und steigert unsere Neugierde auf den fertigen Film.

Der Film ist voraussichtlich Ende Juni 2014 zu sehen.

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